Symbolismus und Impressionismus

Der Symbolismus ist eine literarische Strömung des späten 19. Jahrhunderts, die vor allem in Frankreich entstand und sich anschließend in ganz Europa verbreitete. Im Mittelpunkt steht die Abkehr vom Realismus und Naturalismus zugunsten einer kunstvollen, musikalischen und oft rätselhaften Sprache. Symbolistische Autoren wollten nicht die äußere Wirklichkeit abbilden, sondern innere Zustände, Träume und metaphysische Erfahrungen. Typische Stilmittel sind Symbole, Synästhesien, Mehrdeutigkeiten und eine stark ästhetisierte Ausdrucksform. Bedeutende Vertreter sind Charles Baudelaire, Stéphane Mallarmé, Arthur Rimbaud sowie im deutschsprachigen Raum Stefan George und Hugo von Hofmannsthal.

Der Impressionismus in der Literatur entwickelte sich ebenfalls gegen Ende des 19. Jahrhunderts und orientierte sich an gleichnamigen Tendenzen in der Malerei. Im Zentrum steht die subjektive Wahrnehmung flüchtiger Augenblicke – Eindrücke („Impressionen“) sollen möglichst unmittelbar sprachlich eingefangen werden. Statt klarer Handlungsstrukturen dominieren Stimmungsbilder, Momentaufnahmen und eine fein nuancierte, oft musikalisch wirkende Sprache. Der Impressionismus betont Empfindungen, Atmosphären und individuelle Wahrnehmungen. Zu seinen wichtigsten deutschsprachigen Vertretern zählen Arthur Schnitzler, Rainer Maria Rilke und Hugo von Hofmannsthal.

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