In der DDR bezeichnete sozialistische Erziehung das staatliche Ziel, Kinder und Jugendliche zu „sozialistischen Persönlichkeiten“ zu formen. In der Literatur zeigt sich das durch:
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Positive Heldenfiguren, die für Kollektivgeist, Solidarität und Arbeitermoral stehen.
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Erziehungsprozesse, in denen Figuren lernen, ihre persönlichen Wünsche dem Gemeinwohl unterzuordnen.
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Darstellung des Kollektivs (z. B. Schulklasse, Betrieb) als wichtiger als das Individuum.
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Vorbildfunktion: Literatur sollte erziehen, motivieren und sozialistische Werte vermitteln.
Kurz: In DDR-Literatur sollte Erziehung zur Loyalität gegenüber Staat, Kollektiv und sozialistischen Idealen führen und wird oft erzählerisch als „richtige“ Entwicklung der Figuren dargestellt.
