Der Expressionismus war eine Kunst- und Literaturbewegung am Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Künstler wollten nicht zeigen, wie die Welt wirklich aussieht, sondern wie sie sich innerlich fühlen. Gefühle waren ihnen wichtiger als die echte Realität.
Ein sehr bekanntes expressionistisches Bild ist „Der Schrei“ von Edvard Munch. Auf dem Bild sieht man eine Person, die auf einer Brücke steht und sich das Gesicht hält, als würde sie laut schreien. Der Himmel ist rot und wirkt wie Feuer. Die Linien sind krumm und unruhig, so als würde alles wackeln. Munch wollte damit zeigen, wie sich Angst, Verzweiflung und innerer Stress anfühlen. Das Bild wirkt fast so, als würde die ganze Welt mitschreien. Genau das ist typisch für Expressionismus: starke Gefühle und viel Übertreibung, damit man die Emotionen direkt spürt.
Viele expressionistische Künstler wollten die Menschen wachrütteln. Sie wollten zeigen, dass die Welt nicht in Ordnung ist und dass man etwas verändern muss. Deshalb wirken viele Werke schockierend, wild oder ungewohnt.
Der Expressionismus ist also eine Art Kunst, bei der die inneren Gefühle im Mittelpunkt stehen – egal ob Angst, Wut oder Hoffnung.
