Die DDR-Literatur entstand zwischen 1949 und 1990 und war stark vom politischen System der sozialistischen Staatsführung geprägt. Autoren standen unter dem Einfluss staatlicher Kontrolle, Zensur und Vorgaben, sollten aber zugleich gesellschaftliche Probleme darstellen und zur „sozialistischen Erziehung“ beitragen.
Typische Merkmale der DDR-Literatur:
Sozialistischer Realismus: Darstellung des Alltags der Arbeiter, Betonung von Fortschritt und Gemeinschaft.
Erziehungsauftrag: Literatur sollte politische Werte vermitteln und den „neuen sozialistischen Menschen“ fördern.
Konflikte zwischen Individuum und Staat: Viele Werke thematisieren persönliche Freiheiten, Anpassungsdruck und Widerstand.
Zensur und Publikationsdruck: Kritik am Staat war nur eingeschränkt möglich; Autoren nutzten oft Symbolik und Andeutungen.
Alltagsnähe: Klare Sprache, realistische Figuren und konkrete gesellschaftliche Probleme standen im Vordergrund.
Wichtige Autoren sind z. B. Christa Wolf, Heiner Müller, Volker Braun, Stefan Heym
